Im Herbst sind unsere Katzen fünf wesentlichen Gefahren ausgesetzt: Parasiten, Haushaltschemikalien, Pilzen und verrottenden Lebensmitteln, Unfällen aufgrund schlechter Sicht sowie Kälte und Feuchtigkeit.
Freigängerkatzen sind in der Regel stärker gefährdet, aber auch für Stubentiger bestehen gewisse Risiken. Dazu zählen Flöhe, ungeeignete Parasitenabwehrmittel und der Kontakt mit Produkten wie Rattengift oder Frostschutzmitteln.
Diese Risiken lassen sich durch aufmerksames Beobachten, ein sicheres Umfeld und geeignete Präventionsmassnahmen verringern. Vermuten Sie, dass Ihr Büsi etwas Schädliches verschluckt hat, oder beobachten Sie Atembeschwerden, neurologische Störungen oder sehr plötzliche Verhaltensänderungen, sollten Sie sofort tierärztlichen Rat suchen.
Zecken und Flöhe verschwinden nicht automatisch mit dem Ende des Sommers. Milde Temperaturen in Kombination mit mehr Feuchtigkeit fördern ihre Aktivität im Herbst.
In der Schweiz erleben die Zecken daher im Herbst einen zweiten Höhepunkt. Sie kommen in allen Regionen vor und sind vor allem in Wäldern, im Unterholz, am Waldrand, im hohen Gras und in manchen Parks verbreitet. Ihre Aktivität nimmt ab, wenn die Temperaturen dauerhaft sinken; der genaue Zeitpunkt hängt vom Wetter ab.
Flöhe hingegen können in beheizten Wohnungen das ganze Jahr über aktiv sein. Sie entwickeln sich vor allem in Schlafplätzen, Teppichen und anderen Bereichen, in denen sich Tiere aufhalten. Demnach können auch Wohnungskatzen exponiert sein.
Folgende Anzeichen deuten auf einen Parasitenbefall hin:
Nicht immer sind diese Symptome auf einen Parasitenbefall zurückzuführen. Durch eine tierärztliche Untersuchung kann die tatsächliche Ursache bestimmt und ein geeigneter Schutz gewählt werden.
Untersuchen Sie das Fell der Katze, nachdem sie draussen war, insbesondere um Kopf, Hals, Ohren und Pfoten. Auch Schlafplätze und Textilien von Katzen sollten regelmässig gereinigt werden.
Der Parasitenschutz sollte auf das Alter, das Gewicht, den Gesundheitszustand und die Lebensweise der Katze abgestimmt sein. Wie oft er anzuwenden ist, hängt vom tierärztlich verschriebenen oder empfohlenen Produkt ab.
Parasitenmittel für Hunde sollten niemals ohne Absprache mit der Tierärztin oder dem Tierarzt bei Katzen angewendet werden. Hochkonzentrierte Permethrinprodukte können für Katzen sehr gefährlich sein und Zittern, Koordinationsstörungen, übermässigen Speichelfluss oder Krampfanfälle hervorrufen.
Wenn der Winter näher rückt, sind in Garagen, Kellern, Schuppen oder Technikräumen vermehrt Frostschutzmittel und Rattengift im Einsatz. Diese müssen sich unbedingt ausserhalb der Reichweite von Haustieren befinden.
Einige Frostschutzmittel enthalten Ethylenglykol. Im Katzenkörper wird die Substanz in toxische Verbindungen umgewandelt, die schwere Erkrankungen wie etwa Nierenschäden verursachen können. In diesem Fall ist schnelles Handeln angesagt, idealerweise noch vor dem Auftreten von Symptomen.
Rattengifte, oder auch Rodentizide genannt, wirken auf unterschiedliche Weise: Einige beeinträchtigen die Blutgerinnung und verursachen innere Blutungen. Andere haben neurologische oder Verdauungsstörungen zur Folge. Auch wenn unmittelbar keine Symptome auftreten, schliesst dies eine Vergiftung nicht aus.
Je nach Produkt können unterschiedliche Symptome auftreten, darunter:
Welche Substanz eingenommen wurde, lässt sich nicht anhand der Symptome erkennen. Nur ein Tierarzt oder eine Tierärztin kann eine Diagnose stellen und die erforderlichen Behandlungsschritte festlegen.
In der Schweiz liefert Tox Info Suisse Informationen zu Risiken und einfachen Erstehilfe-Massnahmen im Falle einer Tiervergiftung. Dies ist jedoch kein Ersatz für eine tierärztliche Behandlung.
Gewisse Pilze sowie verrottende Speiseabfälle können für Katzen gefährlich sein. Die Feuchtigkeit im Herbst begünstigt das Pilzwachstum in Gärten, im Unterholz und in schattigen Bereichen.
In der Regel fressen Katzen zwar seltener Pilze als Hunde, ausgeschlossen ist es jedoch nicht, vor allem bei neugierigen Jungtieren. Dabei kann rein optisch oft nur schwer zwischen Giftpilzen und harmlosen Arten unterschieden werden.
Kompost enthält meist verschimmelte Lebensmittel, unverträgliche Speisereste oder andere Schadstoffe, die bei der Katze Verdauungsprobleme oder neurologische Störungen verursachen können.
Es gibt einige Massnahmen, um der Einnahme von möglichen Giftstoffen vorzubeugen:
Im Verdachtsfall kann ein Foto oder ein Stück des verschluckten Pilzes die Identifizierung erleichtern. Warten Sie jedoch nicht das Ergebnis der Recherche ab, bevor Sie sich tierärztlichen Rat holen.
Im Herbst wird es früher dunkel. Dadurch erhöht sich der Anteil der Wege, die Katzen in der Dämmerung oder in der Dunkelheit zurücklegen. Auch die Zeitumstellung bringt die mitunter an den Verkehr angepassten Gewohnheiten der Tiere durcheinander.
Deshalb ruft der Schweizer Tierschutz STS zu besonderer Wachsamkeit in der Dämmerung, am Abend und in der Nacht auf. Katzen sind in Wohngebieten ebenso von Kollisionen betroffen wie im ländlichen Gebiet.
Innere Verletzungen infolge eines Unfalls sind nicht zwangsläufig sofort erkennbar. Daher sollten Katzen, die angefahren wurden, umgehend tierärztlich untersucht werden, selbst wenn keine grösseren äusseren Wunden bestehen.
Je nach Wohnort und Gewohnheiten der Fellnase gibt es mehrere mögliche Massnahmen:
Mit einem normalen Halsband kann die Katze an einem Ast, Zaun oder einem anderen Hindernis hängen bleiben. Der Sicherheitsverschluss öffnet sich automatisch, sobald ein gewisser Zug auf das Halsband kommt.
Auch reflektierende Halsbänder schliessen die Unfallgefahr nicht aus. In der Nähe von viel befahrenen Strassen ist die Vermeidung nächtlicher Ausgänge am wirkungsvollsten.
Gesunde erwachsene Tiere ertragen mässige Temperaturabfälle in der Regel gut, wenn sie Unterschlupf finden und trocken bleiben. Kleine Kätzchen, ältere, magere, kranke oder sehr kurzhaarige Katzen sind hingegen empfindlicher.
Ein feuchtes Fell schützt weniger wirksam vor Kälte. Eine Katze, die lange im Regen bleibt, kann also unterkühlen, insbesondere wenn sie keinen trockenen Zufluchtsort hat.
Bei älteren Katzen oder Katzen mit Gelenkproblemen können Kälte und Feuchtigkeit die Fortbewegung ausserdem weiter erschweren.
Folgende Anzeichen erfordern Ihre Aufmerksamkeit:
Es gibt viele mögliche Ursachen dafür. Halten die Symptome an oder verschlechtert sich der Allgemeinzustand der Katze, ist eine tierärztliche Untersuchung zu empfehlen.
Ein warmer, trockener und vor Zugluft geschützter Schlafplatz ist am wichtigsten. Die Katze muss ihn auch leicht erreichen, ohne einen grossen Sprung machen zu müssen, insbesondere wenn sie älter oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt ist.
Freigänger sollten problemlos in die Wohnung oder in einen trockenen Unterschlupf gelangen können. Nach einem Ausgang im Regen können Sie ihr Fell und ihre Pfoten sanft trocknen.
Stubentiger, deren Fell weniger an die saisonalen Temperaturschwankungen angepasst ist, sollten nach und nach an die Aussentemperaturen gewöhnt werden. Im Epona-Blog können Sie nachlesen, was zu beachten ist, wenn sich Katzen bei Schnee im Freien aufhalten.
Vergiftungen, Unfälle oder durch Parasiten übertragene Erkrankungen können Untersuchungen, Medikamente, Behandlungen oder den Aufenthalt in der Tierklinik erforderlich machen.
Eine Tierversicherung übernimmt einen Teil dieser Kosten. Wie viel genau, hängt von der jeweiligen Police und den Vertragsbedingungen ab. Garantien, Ausschlüsse, Selbstbehalte, Obergrenzen und Erstattungssätze müssen immer vor der Zeichnung überprüft werden.
Auf der Seite zur Katzenversicherung von Epona finden Sie die verschiedenen Leistungen, die Sie je nach Produkt miteinschliessen können. Eine Schätzung über die Prämienhöhe erhalten Sie über das Formular zur Zeichnung und Prämienberechnung.
Ja, wenn die Temperaturen mild genug sind und die Umgebung feucht ist, sind Zecken bis in den Spätherbst aktiv. In der Schweiz wird in dieser Jahreszeit ein zweiter Höhepunkt verzeichnet. Art und Anwendungshäufigkeit des Schutzes sollten unter tierärztlichem Rat entsprechend der Lebensweise der Katze festgelegt werden.
Ja, auch Stubentiger können in Kontakt mit Flöhen kommen. Diese können von einem anderen Tier in die Wohnung gebracht werden und in einer beheizten Umgebung überleben. Juckreiz, Schorf oder Haarausfall geben Anlass für eine tierärztliche Kontrolle.
Einige Parasitenabwehrmittel für Hunde enthalten hoch konzentriertes Permethrin, eine Substanz, die Katzen nur schwer verstoffwechseln können. Eine Anwendung beim Stubentiger kann zu Zittern, übermässigem Speichelfluss, Koordinationsstörungen oder Krampfanfällen führen. Es dürfen nur speziell für Katzen bestimmte Produkte eingesetzt werden.
Holen Sie sofort tierärztlichen Rat, auch wenn keine Symptome auftreten. Das in einigen Frostschutzmitteln enthaltene Ethylenglykol kann schwere Probleme verursachen, weshalb eine frühzeitige Behandlung entscheidend ist. Führen Sie ohne tierärztliche Anleitung kein Erbrechen herbei und verabreichen Sie keine Hausmittel.
Ja, eine Katze kann sich vergiften, indem sie zum Beispiel einen Rattengiftköder frisst. Auch eine indirekte Vergiftung über den Verzehr von vergifteten Nagetieren ist möglich. Verdachtsfälle sollten Sie unverzüglich der Tierärztin oder dem Tierarzt melden, im besten Fall halten Sie die Verpackung des Produkts bereit.
Das hängt von Alter, Gesundheit, Fell und Umfeld der Katze ab. Grundsätzlich gilt: Der Zugang zu einem warmen und trockenen Unterschlupf muss jederzeit gewährleistet sein. Die Beschränkung nächtlicher Ausflüge hat in der Nähe von befahrenen Strassen auch den Vorteil, dass die Kollisionsgefahr aufgrund schlechter Sicht verringert wird.
Anhaltendes Zittern, gekrümmte Körperhaltung, starke Müdigkeit, kalte Extremitäten oder Bewegungseinschränkungen sind Anzeichen einer Unterkühlung. Bringen Sie die Katze in diesem Fall an einen trockenen, angenehm warmen Ort. Wenn sich der Zustand nicht schnell bessert, sollte tierärztliche Hilfe geholt werden.
Sie sollten bei keiner Leistung davon ausgehen, dass sie automatisch inkludiert ist. Die tatsächliche Deckung hängt vom vereinbarten Paket, der jeweiligen Police, den eventuellen Ausschlüssen, dem Selbstbehalt und den zum Zeitpunkt des Abschlusses geltenden Vertragsbedingungen ab. Näheres dazu können Sie in den FAQ von Epona und den Vertragsdokumenten nachlesen.
Bundesamt für Gesundheit (BAG), Informationen zu Zecken in der Schweiz: https://www.bag.admin.ch/de/faq-zeckenuebertragene-krankheiten
Schweizerische Bundesverwaltung, Zeckenmodell: https://www.geo.admin.ch/de/datensatz-01052024
Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich, Informationen zu Permethrin: https://www.vetpharm.uzh.ch
Tox Info Schweiz, Vergiftungen bei Tieren: https://www.toxinfo.ch/tiervergiftung
Schweizer Tierschutz STS: https://tierschutz.com
VIER PFOTEN Schweiz, Verkehrsunfälle mit Katzen: https://www.vier-pfoten.ch/unseregeschichten/ratgeber/autounfaelle-mit-katzen